Bewertung immaterieller Vermögenswerte

Die Bedeutung von immateriellen Vermögenswerten hat in den letzten Jahren bei Unternehmen einen enormen Wandel erfahren. Im Gegensatz zur Vergangenheit, in der Immobilien und Maschinen den größten Wertanteil in einem Unternehmen darstellten, ist heute der Werteanteil des immateriellen Vermögens stark angestiegen und übertrifft manchmal sogar die physischen Vermögensgegenstände.

Klassische immaterielle Vermögenswerte, denen ein gesonderter Wert zugewiesen werden kann sind z.B. Patente, Marken, Firmennamen, Gebrauchs- und Geschmacksmuster, Urheberrechte, sowie auch Internet-Domains und Software. Daneben können jedoch auch Knowhow, Verfahren und Prozesse, Entwicklungen, Datenbanken, Kundenstamm und Kooperationsvereinbarungen werthaltige immaterielle Wirtschaftsgüter darstellen.

Die Bewertung dieser immateriellen Vermögensgegenstände ist insbesondere im Rahmen von Unternehmenstransaktionen wichtig, da sie für den zu erzielenden Fair Value neben der klassischen Unternehmensbewertung nach IDW S1 eine wesentliche Rolle spielen können.

Bei der Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen folgen wir dem Standard IDW S5 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW). Dem zufolge steht anders als bei der Bewertung von Unternehmen, zunächst die Frage der Abgrenzung und Identifizierung des zu bewertenden Wirtschaftsgutes im Vordergrund. Eine gründliche Untersuchung der rechtlichen Situation hinsichtlich der Eigentumsrechte ist deshalb unabdingbar und geht der eigentlichen Bewertung voraus.

Als Methode für die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände wählen wir zwischen

  • marktwertorientierten Verfahren,
  • kostenorientierten Verfahren und
  • ertragsorientierten Verfahren.

Wesentliche Kriterien für die Auswahl der richtigen Bewertungsmethode sind die Nachvollziehbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Vorgehensweise sowie die Objektivität der Wertmaßstäbe.